Was macht man, wenn man mit heftiger Erkältung zu Hause im Bett liegen muss? Man nutzt die wenigen klaren und wachen Momente für Sachen, die man schon immer mal machen wollte, aber nie die Zeit fand.
So geschehen mit SIEVE. Ich wollte schon immer mal meine private Mail filtern (Linux, qpsmtpd, postfix, cyrus-imapd), wenn Sie in die Mailbox reinläuft (und das nicht von Thunderbird-Client-Regeln, sondern serverseitig). Da gibt es nun mal SIEVE, die Skript-Filter-Sprache von Cyrus. Ist im Prinzip ganz einfach, es gibt nur eine Handvoll Befehle und nur ein if-then-else- Konstrukt. Also schnell eine Regel gestrickt, die die von Spam-Assassin-getaggten Mails serverseitig in den SPAM-Ordner verschiebt.
require "fileinto";
if header :contains "X-Spam-Flag" "YES" {
fileinto "INBOX/SPAM";
stop;
}
else {
redirect "xxxx@xxxx.com";
keep;
stop;
}
Am Schluß dann noch eine Regel, die alle Nicht-Spams als Kopie an den Firmenaccount forwarded, damit die auch auf dem Blackberry auflaufen.
War doch nicht so schwer wie anfangs angenommen. Das Ganze kann man dann mit Hilfe der sieveshell einspielen. Angenommen, man hat die Skriptdatei test.sieve genannt, führen folgende sieveshell-Kommandos zum Erfolg:
- put test.sieve
- activate test.sieve
- list (es werden alle Skripte angezeigt und das aktivierte markiert)