Das Märchen vom MP3-Player

April 21st, 2009
by Patric Stiffel

Anruf in der Firma:
- (Anrufer) “Guten Tag, Herr Boots69, mein Name ist X von der Firma Y. Was halten Sie denn davon, wenn ich Ihnen einen MP3-Player zuschicke, einfach so, geschenkt?”
- (Ich) “Aehm, naja, ich weiß nicht so recht…” (Wer verschenkt denn heutzutage noch was und das ist bestimmt so ein Drecks-1GB-Supermarktplayer, der eh nix taugt)
- (Herr X) “Nein, ohne Hintergedanken, einfach so. Wenn Sie ihn nicht brauchen, schenken Sie ihn einfach weiter, an Kollegen, Ihre Kinder, schreiben Sie sich mal folgende Nummer auf: ZZPluralAlpha, darauf können Sie sich beziehen, wenn das Ding nicht in den nächsten Tagen bei Ihnen ankommt: ZZPluralAlpha.”
- (Ich) “Aehm, ja, ok” (und ich schreibe mir das tatsächlich auf)
- (Herr X) “Ach, Herr Boots69, Sie setzen ja noch den Drucker A ein, oder?”
- (Ich) “Nein, den haben wir durch Drucker B ersetzt.”
- (Herr X) “Ah, Drucker B, da schaue ich gerade mal in unserer Liste nach, moment, moment, hmm, nein, dafür haben wir gar keine Super-Billig-Verbrauchsmaterialien. Ich schreibe mir die Typenbezeichnung mal auf, wenn wir da was haben, melde ich mich nochmal bei Ihnen.”
- (Ich) “iss recht.”
- (Herr X) “Und den Drucker A setzen Sie nicht mehr ein?”
- (Ich) “Nein.”
- (Herr X) “Gut, dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag.”
- (Ich) “Gleichfalls”

Hätte ich ihm sagen sollen, dass er sich den Anruf sparen kann, weil wir eine Verbrauchsflatrate mit dem Druckerhersteller abgeschlossen haben? Hätte das meine Chance auf den MP3-Player vermindert?

Nun, heute sind es ca. 3 Monate her seit dem Anruf, es ist natürlich kein MP3-Player hier eingetrudelt, und den Zettel mit ZZPluralAlpha habe ich eh längst weggeworfen ;)

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